„Wann ist eine Story für die Presse wirklich gut?“, hast du dich vielleicht schon das ein oder andere Mal gefragt. Schließlich ist immer die Rede davon, dass Journalisten stets auf der Suche nach Stories sind. Damit meine ich nicht, reißerische Geschichten, die noch reißerischer gemacht werden. Sondern Geschichten, die neu, überraschend, ungewöhnlich oder emotional sind.

Wann eine Story für die Presse und die Medien wirklich Medienpotenzial hat, verrate ich dir in diesem Blogartikel.

Ich habe es schon vorweggenommen: Es gibt vier Eigenschaften plus einem Bonus-Punkt, die eine gute Story ausmachen.

 

Fangen wir mit Nummer 1 an: Eine gute Geschichte weckt Emotionen

Was schaust du lieber: Einen richtig guten Hollywood-Blockbuster oder eine informative Dokumentation?

Ich behaupte, dass die meisten Menschen sich lieber einen guten Film anschauen als eine Doku. Denn Filme sind Geschichten. Sie erzählen von Menschen und deren Leben. Ihren Höhen und Tiefen. Ihren Hürden und Herausforderungen. Und von ihrem Weg zum Erfolg oder zum Glück.

Jeder Film basiert darauf. Und wenn wir Filmgucker gerne Geschichten mögen, dann tuen es auch Journalisten. Denn die interessiert vor allen Dingen das, was ihre Leser interessiert.

Das bedeutet nicht, dass dein Leben dem eines Blockbuster-Hauptdarstellers wie Rocky Balboa oder Mel Gibsons Braveheart gleichen muss oder total außergewöhnlich sein muss. Es geht auch kleiner. ????

Und ich wette, in deinem Leben verstecken sich so einige Geschichten: Vor welchem Tiefpunkt oder Herausforderung hast du mal gestanden? Was hast du erreicht, was dir schwergefallen ist, du es aber trotzdem geschafft hast? Wen überraschendes oder interessantes durftest du in deinem Leben kennenlernen oder mit zusammenarbeiten?

Und wenn du jetzt denkst: „Ich will viel lieber von meinem Erfolg, von meinem Business oder Produkt erzählen, weil das so gut läuft“, dann frage ich dich jetzt: Würdest du auch in einen Kinofilm gehen, der nur von rosigen Zeiten erzählt und wo nichts Negatives passiert? In einem, wo einfach alles fluppt?

Selbst Rosamunde Pilcher-Filme haben immer etwas Drama! ????

Eine emotionale Story kann erst emotional werden, wenn du über Schwierigkeiten sprichst, über Krisen, Hürden oder Rückschlägen. Wenn ein Sportler von seinen Rückschlägen erzählt, die er zuvor einstecken musste und es trotzdem geschafft hat, Weltmeister zu werden. Wenn eine Musikerin davon berichtet, dass ihr Talent immer angezweifelt wurde und heute für ihre Musik weltbekannt ist, das weckt Neugierde. Dann fängst du an zu lesen. Das packt.

Es packt aber niemanden, wenn du nur vom Zuckerguss deines Lebens oder deines Business erzählst.

Deshalb solltest du den Medien solche Geschichten anbieten, in denen dein Leben auf einer Achterbahnfahrt war. Eine Geschichte in denen Emotionen vorkommen.

 

Nummer 2 ist eher ungewöhnlich

Hmm…aber was ist ungewöhnlich?

Ungewöhnlich ist zum Beispiel, wenn etwas anders ist als wir es gewohnt sind oder schon öfters gehört haben.

Ungewöhnlich ist zum Beispiel die Reise von Philip, über den ich vor kurzem für ein Motorradmagazin einen Bericht geschrieben habe. Philip war zum Zeitpunkt seiner viermonatigen Motorradreise Anfang 20 – aber sein Motorrad über 50 Jahre. Das war insofern ungewöhnlich, weil die Meisten in Philips Alter nicht auf die Idee kommen würden, mit einem Oldtimer-Motorrad -das außerdem nicht schneller als 55 km/h fährt – so lange am Stück und in andere Länder zu reisen.

Ungewöhnlich ist auch, wenn du zum Beispiel deinen sicheren Beamtenjob und deine Wohnung gekündigt hättest, um ein Jahr lang mit einem Zirkus zu ziehen und anschließend freiberuflicher Talentscout geworden wärst. Raus an die Medienglocke damit!

Oder wenn die Idee zu deinem Produkt durch eine Notsituation entstanden ist, dann berichte von dieser Geschichte in erster Linie und nicht von deinem Produkt.

Und wenn du jetzt denkst: „Aber ich will doch nicht über mich, sondern über mein Produkt, mein Business oder mein Angebot reden, das ist doch wichtiger.“ Dann lass dir eins gesagt sein: Das mag in deinen Augen so sein. Aber in der Regel ist eine „Sache“ oder eine „Dienstleistung“ einfach nicht so interessant wie die Entstehungsgeschichte oder die Person dahinter.

Selbst Autos, Süßigkeiten oder Putzmittel sind nicht mehr davor gefeit, personalisiert zu werden. Persönliches schafft schließlich Vertrauen! ????

Habe also keine Angst davor, dich für dein Business ins Zentrum zu rücken und deine ungewöhnliche Geschichte zu erzählen.

 

Ganz neu ist Nummer 3

Journalisten interessieren sich natürlich für alles, was neu ist. Allerdings ist damit nicht unbedingt das zehnte Pizza-Restaurant gemeint, das gerade neu in der Stadt eröffnet hat. Vielmehr, was wirklich neu ist und es so noch nicht gibt.

Wenn du also ein Produkt erfunden hast, das anderen Menschen wirklich helfen kann, dann ist das Grund die Medien einzuschalten – nicht die Polizei! ????

Oder wenn du einen neuen Weg gefunden, wie alte Menschen länger in ihren eigenen vier Wänden bleiben können, dann ist das eine Story für die Presse wert.

Ein dicker Tipp: Wichtig ist nur, dass du dem Journalisten beim Erstkontakt nicht von jeder Eigenschaft dieser neuen Idee/dieses neuen Produkts erzählst. Stattdessen erkläre kurz und knapp, welche Probleme es löst.

 

Nummer 4 braucht den richtigen Zeitpunkt

Haben Geschichten einen aktuellen Aufhänger kommen sie richtig gut zur Geltung. Das heißt, um in die Medien zu kommen, ist auch der Zeitpunkt häufig entscheidend.

Wenn du zum Beispiel eine Speed-Dating-Veranstaltung planst, passt das vielleicht zum Valentinstag besonders gut. Vielleicht kreierst du besonders gute Zimtplätzchen, dann ist die Weihnachtszeit eine richtig gute Chance für dich. Versuchst du aber deine weihnachtlichen Zimtplätzchen-Rezepte im Sommer in die Zeitungen zu bekommen, wird das nichts. Denn Tatsache ist: Die besten Angebote/die besten Geschichten werden vor allem dann nicht von den Medien als „guter Stoff“ angesehen, wenn es nicht der richtige Zeitpunkt ist. Zur Vorweihnachtszeit hingegen sind Journalisten hingegen für leckere Zimtplätzchen-Rezepte sehr empfänglich, genauso wie für das Thema Neuanfang zu Jahresbeginn.

Für den richtigen Zeitpunkt spielen auch Aktionstage eine große Rolle. Wenn du beispielsweise Lachyoga-Experte bist, dann gibt es einen Weltlachtag, der für dein Thema interessant ist. Oder für Floristen der Weltblumentag und Valentinstag.

Also überlege dir, wann sind die optimalen Zeitpunkte und welche Aktionstage gibt es, zu denen du deine dein Angebot/Thema/Wissen oder deine Story für die Presse anbieten kannst.

 

P.S.: Und wenn du jetzt weiter einsteigen möchtest in das Thema „Pressearbeit“, dann lade dir den kostenlosen Hörkurs „Richtig an die Presse wenden“ herunter. Darin erfährst du in 40 Minuten, was du Step by Step tun musst.

Teile den Beitrag gerne, wenn du ähnliche Erfahrungen gemacht hast!

Mehr Tipps im Driveletter

Du möchtest weitere Tipps, Blogartikel, Freebies und Angebote erhalten?
Dann trage dich gerne in meinen Driveletter ein.

Hi, ich bin Rowena ...

Hi, ich bin Rowena ...

… gelernte Redakteurin, Journalistin und Texterin. Ich helfe Selbstständigen, mit ihrem Business in der Presse und online sichtbar zu werden!