Journalisten duzen oder siezen? – Die Ansprache

Journalisten duzen oder siezen? Die richtige Ansprache ist nicht immer so einfach.

Du hast eine gute Themenidee für die Presse und nun auch einen passenden Journalisten für dein Thema gefunden und willst den JournalistIn kontaktieren.

Doch wie solltest du den Journalisten ansprechen? Duzen? Siezen? Was ist richtig?

In meiner Zeit als angestellte Zeitungsredakteurin habe ich täglich viele E-Mails und Anrufe bekommen. Mal wurde ich mit Du angesprochen, mal mit Sie.

Was jetzt richtig war? Für mich persönlich, beides.

In diesem Artikel möchte ich allerdings etwas genauer darauf eingehen.

So machst du garantiert nie wieder etwas falsch, wenn du einen Journalisten ansprechen willst und versaust es dir nicht direkt beim ersten Kontakt.

Meine 2 Tipps, wie du JournalistInnen richtig ansprichst

Mit den folgenden 2 Tipps, machst du garantiert nichts mehr falsch und bist immer auf der richtigen Seite, wenn du einen JournalistIn kontaktieren willst.

1. Im Zweifel immer Sie!

Der erste und direkt wichtigste Tipp von mir: Im Zweifel immer Sie sagen! Mit dem Siezen kann man einfach nichts falsch machen.

Siezen ist in Deutschland die übliche Umgangsform. Insbesondere dann, wenn man sich noch nicht kennt. Du vermittelst deinem Gegenüber damit Höflichkeit und Respekt.

Auch, wenn du lieber geduzt werden willst und du dich damit wohler fühlst, heißt das keineswegs, dass es für die andere Person genauso ist.

Bei der ersten Kontaktaufnahme solltest du also immer siezen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Wenn du eine Journalistin oder einen Journalisten ansprichst und das Siezen nicht passt, wirst du das schnell in der Antwort merken und dir somit das Du angeboten.

Wenn dich der Journalist oder die Journalistin in der E-Mail dann mit dem Vornamen anspricht oder sich auch nur mit dem Vornamen verabschiedet, dann ist das ein klares Zeichen, dass du duzen darfst oder es sogar sollst.

Also: Wenn du einen Journalisten kontaktierst und es der Erstkontakt ist, dann geh auf Nummer sich und sieze erst einmal, bis du dir sicher bist, dass du deinen Gesprächhspartner auch duzen kannst.

Damit machst du nichts falsch, wenn du einen Journalisten ansprechen willst.

Mehr Tipps und Einblicke zur richtigen Ansprache kannst du auch in diesem Artikel von Focus Online nachlesen.

2. Es kommt auf den Kanal an

Wenn du für die Kommunikation zum Beispiel die E-Mail verwendest, dann empfehle ich dir, im Text das Sie zu verwenden.

Das Gleiche gilt für den Anruf in der Redaktion. Du solltest immer daran denken, dass du die Person am anderen Ende nicht persönlich kennst und man vorerst einander fremd ist.

Hier ist in erster Linie Höflichkeit, Respekt und eine gewisse Distanz angesagt.

Wenn du die Person über eine Social Media Plattform, wie zum Beispiel Twitter oder Instagram, kontaktierst, ist das schon etwas anderes.

Social Media Plattformen sind dazu da, um „social“ zu sein. Man soll miteinander in Kontakt treten und auch auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.

Danach kannst du dich richten, wenn du über Social Media einen Journalisten ansprechen bzw. kontaktieren möchtest.

Ich persönliche handhabe es immer so, dass ich wesentlich ältere Personen dennoch sieze, da es sich einfach um eine andere, ältere Generation handelt, in der das Siezen eine höhere Bedeutung hat.

Ansonsten nutze ich das Du auf den Social Media Plattformen. Das gilt für Personen die 10 Jahre älter sind als ich, ebenso wie für Leute in meinem Alter (Anfang Mitte 30 oder jünger).

Aber letztendlich kommt es immer auf das eigene Gefühl an. Fühlt es sich stimmig an, die Person zu duzen oder solltest du sie lieber siezen?

Das hängt natürlich auch immer damit zusammen, wie sich die Person auch selber präsentiert.

Kleines Beispiel: Ein Professor präsentiert sich nach außen ganz anders als ein Beauty-Influencer. Folglich ist auch Ansprache entsprechend anders.

Fazit

Wenn du einen Journalisten ansprechen möchtest und du dir nicht sicher bist, ob du ihn duzen oder siezen sollst, kannst du ganz einfach auf Nummer sicher gehen erst einmal siezen, wenn es sich um den ersten Kontakt handelt.

Siezen ist in Deutschland tief verankert und damit macht man erstmal nichts falsch. Allerdings kommt es auch immer auf den Kanal an, über den du den Journalisten kontaktieren willst.

Die Ansprache ist per E-Mail oder Telefon eine andere als über Social Media. Auch das Auftreten der Person ist ausschlaggebend.

Dennoch kannst du dich immer nach deinem eigenen Gefühl richten und dich selbst fragen, ob du die Person jetzt duzen oder siezen würdest, wenn du sie auf der Straße ansprechen würdest.

Mit den beiden Tipps von mir machst du auf jeden Fall nichts mehr falsch bei der Ansprache, wenn du einen Journalisten oder eine Journalistin ansprechen bzw. kontaktieren möchtest und brauchst dir darüber in Zukunft keine Sorgen mehr zu machen.

Hi, ich bin Rowena Hinzmann …

… gelernte Redakteurin, Journalistin und Texterin. Ich helfe Frauen und ihrem Business sich durch Pressearbeit hervorzuheben und mehr Vertrauen und Reichweite zu gewinnen.

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